La Nature Provencale

La Nature Provençale (1997–1998) – Licht und Landschaft im Rhythmus der Kontaktbögen

Poetische Landschaften aus Licht und Fragmenten

In der südfranzösischen Provence begann für Thomas Kellner 1997 ein neues Kapitel seiner künstlerischen Reise. Unter dem klaren Himmel, zwischen Mistral und Pinien, wandte er sich der Natur und Landschaft zu. Aus Fragmenten komponierte er weiche, rhythmische Tableaus, die das Licht des Südens einfangen und die Landschaft in einzelne, schwebende Bildmomente zerlegen. Cyanotypien in tiefem Blau und klassische Schwarzweiß-Abzüge lassen die Provenzalische Natur wie eine stille, atmende Partitur erscheinen.

Vom Experiment zur eigenen Handschrift

Nach einem fehlgeschlagenen Lochkamera-Experiment im Eigenwald griff Kellner wieder zur Mittelformat-SLR Mamiya 645 und entwickelte hier die Grundlage seiner späteren ikonischen Bildsprache. Die Negative wurden in vorgeschnittene Masken aus schwarzem Papier montiert, wodurch ein elegantes weißes Gitter die Einzelbilder trennt. So entstanden Kompositionen zwischen Fotografie und Grafik, die schon in dieser frühen Phase Kellners konzeptionelle Kraft erkennen lassen.

Thomas Kellner – zwischen Natur, Experiment und Konzept

Thomas Kellner ist international bekannt für seine Dekonstruktionen und Kontaktbogen-Kompositionen. Mit La Nature Provençale zeigt er die lyrische Seite seiner Arbeit: Natur, Licht und Rhythmus in einer einzigartigen, analogen Handschrift, die später weltweite Anerkennung fand.

Entdecken Sie diese frühen Arbeiten

Sammler:innen und Fotoliebhaber:innen können hier ein seltenes Kapitel von Kellners Werk entdecken – zwischen klassischer Naturfotografie und konzeptueller Dekonstruktion.